Per OBSAN / BFS, 2024

Pflegelohn in der Schweiz

Die Schweiz läuft mit importiertem Pflegepersonal – und bezahlt entsprechend: Pflegefachpersonen verdienten 2024 einen Median von CHF 7'719 brutto pro Monat, per OBSAN-Analyse der BFS-Lohnstrukturerhebung – deutlich über dem Landesmedian von CHF 7'024. Das bedeutet das Folgende nach Qualifikation, Kanton und Jahren auf der Station.

Von der SwissPay-Redaktion · Aktualisiert November 2026

Wichtigste Zahlen im Überblick

PflegefunktionMedian brutto CHF / MonatQuelle
Pflegefachperson (alle Sektoren)7'719per OBSAN/BFS, 2024

Bahnhofstrasse in Zürich

Pflegelohn in der Schweiz: die Zahlen

Die Spitzzahl stammt vom Schweizerischen Gesundheitsobservatorium (OBSAN), dessen Lohnindikator direkt auf der BFS-Lohnstrukturerhebung aufbaut. 2024 verdienten Pflegefachpersonen – diplomiertes Pflegepersonal mit Diplom oder Fachhochschulabschluss, über Spitäler, Kliniken und Langzeitpflege hinweg – im Median CHF 7'719 brutto pro Monat. Stellt man den Landesmedian von CHF 7'024 per BFS, 2024, gegenüber, liegt die Pflege rund CHF 700 beziehungsweise etwa 10 % über dem typischen Schweizer Job. Die Erhebung zählt standardisierte Vollzeitlöhne, Schichtzulagen und Überstunden schieben das reale Spitaleinkommen oft höher.

Innerhalb der Pflege leistet die Qualifikation die Schwerarbeit. Pflegefachpersonen unter 30 – die meisten klettern noch in ihren ersten Lohnklassen – liegen per OBSAN/BFS, 2024, bei einem Median von CHF 6'573 pro Monat. Eine Stufe tiefer verdienen FaGe (Fachfrau/Fachmann Gesundheit) und ähnliche mittelqualifizierte Funktionen gemäss Schweizer Lohnportalen typischerweise rund CHF 4'700–5'100 brutto pro Monat – prüfen Sie die aktuelle Klasse beim Arbeitgeber oder in der kantonalen Lohnskala. Pflegehelfende ohne formale Qualifikation sammeln sich nahe dem untersten Dezil der gesamten Schweizer Lohntabelle, das per BFS, 2024, unter CHF 4'635 pro Monat beginnt.

Funktion / StufeBrutto CHF / MonatGrundlage
Pflegefachperson, alle Sektoren (Median)7'719per OBSAN/BFS, 2024
Pflegefachperson unter 30 (Median)6'573per OBSAN/BFS, 2024
FaGe / mittlere Pflegequalifikation≈4'700–5'100typische Portalspannen – beim Arbeitgeber prüfen
Landesmedian Schweiz (alle Berufe)7'024per BFS, 2024
Unterste 10 % der Schweizer Löhne (alle Berufe)unter 4'635per BFS, 2024

Brutto ist nur die halbe Geschichte. Bei CHF 7'719 bleiben einer alleinstehenden Pflegefachperson nach der Arbeitnehmerseite der Abzugskette – 5.3 % AHV/IV/EO, 1.1 % ALV, rund 1 % Unfallversicherung und der altersabhängige BVG-Anteil – plus Einkommenssteuer rund 70–75 % des Bruttos, etwa CHF 5'400–5'900 netto pro Monat je nach Kanton und Alter. Der Schweizer Lohnrechner rechnet die exakten Zahlen für alle 26 Kantone durch.

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Wie Kantone und Berufserfahrung den Lohn verändern

Der Pflegelohn beugt sich drei Kräften: der kantonalen Lohnskala des Arbeitgebers, dem regionalen Arbeitsmarkt und dem Dienstalter. Das BFS veröffentlicht keinen pflegespezifischen Median für jeden Kanton, aber die regionalen Lohnniveaus rund um diese Arbeitgeber sind dokumentiert – per BFS, 2024, hat die Region Zürich mit CHF 7'502 brutto pro Monat den höchsten branchenübergreifenden Median, die Nordwestschweiz um Basel folgt mit CHF 7'156, die Genferseeregion liegt beim nationalen CHF 7'024, und das Tessin hinkt mit CHF 5'708 hinterher. Kantone mit Universitätsspitälern – Zürich, Bern, Basel-Stadt, Waadt, Genf – führen zudem meist reichhaltigere Schichtzulagen-Regelungen als kleinere Regionalspitäler, was zählt, wenn Nacht- und Sonntagsarbeit einen grossen Teil Ihres Dienstplans ausmacht.

Erfahrung bewegt die Grundklasse berechenbarer als in den meisten Ländern, weil Lohnskalen im Public-Sektor publiziert sind. Eine frisch diplomierte Pflegefachperson startet in den untersten Klassen nahe dem U30-Median von CHF 6'573; eine Pflegefachperson mit rund 8–12 Jahren, einem Fachdiplom oder einer Leitungsfunktion verhandelt an einem Public-Spital typischerweise über CHF 8'000 Grundlohn, und private Kliniken überbieten sie manchmal mit Zulagen. Zwei praktische Hebel für Internationale: Die Diplomanerkennung über das SRK (Schweizerisches Rotes Kreuz) entscheidet, in welche Klasse Sie überhaupt einsteigen können, und die Kantonswahl verändert die Steuerrechnung auf demselben Bruttolohn – eine alleinstehende Pflegefachperson zahlt in Zug rund 7.5 % effektive Einkommenssteuer und in Genf näher an 18.5 %, per ESTV-Richtwerten. Vergleichen Sie komplette Pakete über Kantone hinweg in unserem Lohnvergleich nach Kanton, und lesen Sie, wie die Pflege gegen die andere klassische internationale Route in den Schweizer Markt abschneidet, unter Lohn Softwareingenieur in der Schweiz. Weitere nationale Benchmarks stehen auf der SwissPay-Startseite.

Schweizer Franken

FAQ

Wie viel verdient eine Pflegefachperson in der Schweiz?

Per OBSAN, dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium, auf Basis der BFS-Erhebungsdaten, verdienten Pflegefachpersonen 2024 einen Median von CHF 7'719 brutto pro Monat – rund 10 % über dem Landesmedian von CHF 7'024. Pflegefachpersonen unter 30 verdienten im Median CHF 6'573, weniger qualifizierte Funktionen wie FaGe oder Pflegehelfende typischerweise rund CHF 4'700–5'100 brutto pro Monat.

Verdienen Pflegefachpersonen in der Schweiz mehr als der Durchschnitt?

Ja. Der Median von CHF 7'719 pro Monat für Pflegefachpersonen liegt rund CHF 700 über dem Landesmedian von CHF 7'024 pro Monat, per BFS, 2024. Die Lücke weitet sich mit Nacht-, Sonntags- und Feiertagszulagen weiter, die in Spitälern mehrere Hundert Franken pro Monat zusätzlich bringen können.

Welcher Kanton zahlt Pflegefachpersonen am meisten?

Das BFS veröffentlicht nicht für jeden Kanton pflegespezifische Mediane, aber der Gesamtmarkt ist in der Region Zürich (branchenübergreifender Median CHF 7'502 pro Monat per BFS, 2024) und der Nordwestschweiz um Basel (CHF 7'156) am klarsten, wo die Universitätsspitäler stehen. Das Tessin hat mit CHF 5'708 den tiefsten Regionalmedian. Lohnskalen öffentlicher Spitäler und Zulagenregelungen unterscheiden sich von Kanton zu Kanton – vergleichen Sie das Gesamtpaket, nicht die Grundklasse.

Wie viel Erfahrung braucht es, um CHF 8'000 pro Monat zu übersteigen?

Die meisten kantonalen Spital-Lohnskalen stufen erfahrene Pflegefachpersonen (rund 8–12+ Jahre oder eine Fachweiterbildung) in Klassen über CHF 8'000 Grundlohn ein, dazu kommen Schichtzulagen. Der OBSAN/BFS-Median von CHF 7'719 umfasst alle Erfahrungsstufen; Pflegefachpersonen unter 30 liegen bei CHF 6'573 – das zeigt, wie stark das Dienstalter den Lohn in der Schweiz bewegt.

Was bleibt von einem Pflegelohn von CHF 7'719 nach den Abzügen?

Als alleinstehende steuerpflichtige Person erwarten Sie rund 70–75 % des Bruttos: Zuerst gehen 5.3 % AHV/IV/EO, 1.1 % ALV, rund 1 % Unfallversicherung und der altersabhängige BVG-Anteil ab, dann Einkommenssteuer von rund 7.5–18.5 % effektiv je nach Kanton. Das ergibt nahe CHF 5'400–5'900 netto pro Monat – rechnen Sie Ihren exakten Fall im SwissPay-Rechner durch.

Werden ausländische Pflegefachpersonen gleich bezahlt wie Schweizer?

Lohnskalen im Public-Sektor wenden unabhängig von der Staatsangehörigkeit dieselben Klassen an, und die Schweiz anerkennt EU-Pflegediplome im Rahmen der bilateralen Verträge. Die BFS-Lohndaten zeigen insgesamt dennoch Unterschiede zwischen Schweizer und ausländischen Beschäftigten – getrieben von Funktionsmix und Dienstalter, nicht von getrennten Skalen. Die Diplomanerkennung läuft über das SRK (Rotes Kreuz) – lassen Sie Ihre Qualifikation prüfen, bevor Sie eine Lohnklasse verhandeln.